Aleix Espargaro über Platz vier "sehr, sehr überrascht"

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Aleix Espargaro hat pünktlich zum Qualifying seine beste Leistung des gesamten Wochenendes abgerufen - Der Spanier wird am Sonntag als Vierter starten

Damit hatte Aleix Espargaro selbst nicht gerechnet: Nachdem es zuvor am gesamten Wochenende nie wirklich rund gelaufen war, fuhr der Spanier im Qualifying als bester Open-Pilot auf einen starken vierten Platz und wird damit am Sonntag aus der zweiten Reihe ins Rennen gehen. Die Leistungsexplosion in Q2 kann sich Espargaro dabei allerdings selbst nicht wirklich erklären.

"Ich bin sehr glücklich, denn während des Wochenendes hatten wir eine Menge Probleme mit dem Setup", berichtet der Forward-Pilot gegenüber 'motogp.com' und ergänzt: "Wir hatten Schwierigkeiten mit dem Grip und verloren einige Sitzungen, in denen wir den Forward-Rahmen testeten."

"Im Qualifying fanden wir ein gutes Setup und mit neuen Reifen war meine erste Runde ziemlich beeindruckend. Ich war sehr, sehr überrascht über die Zeit. Dann konnten wir uns im zweiten Versuch mit neuen Reifen sogar noch weiter verbessern. Ich freue mich über die Position und auch über die Lücke, die zwischen Marc und mir nur sehr klein ist."

Am Ende fehlten Espargaro 0,494 Sekunden auf die Bestzeit von Marc Marquez. Allerdings weiß der 25-Jährige, dass es schwierig werden wird, diesen Platz am Sonntag zu halten: "Morgen wird es schwierig werden, denn viele Fahrer hinter uns haben eine gute Pace: Mein Bruder, Valentino, Stefan und Dani. Aber wir werden unser Bestes geben und sehen, was passiert."

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Reina: Abschiedsbrief für Liverpool

Pepe Reina spielte zwischen 2005 und 2013 für den FC Liverpool
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Torwart Pepe Reina hat sich mit einem emotionalen Brief von den Fans des FC Liverpool verabschiedet.

"Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei allen – und ich meine wirklich alle – in Liverpool zu bedanken, für alles, was man in den ganzen Jahren für mich getan hat. Ich bin sehr glücklich, so viele Jahre bei einem der größten Klubs im Weltfußball verbracht zu haben. Es war für eine eine Ehre und zudem ein Privileg. Die Erinnerungen an Anfield, meine Mitspieler, die Fans und die Menschen in Liverpool werden mich für den Rest meines Lebens begleiten", schrieb der 31-Jährige.

Reina hatte von 2005 bis 2013 für die "Reds" gespielt. Danach wechselte er für eine Saison auf Leihbasis zum SSC Neapel.

Am Freitag unterschrieb der Spanier einen Dreijahresvertrag beim FC Bayern. Beim Rekordmeister ist er als Ersatzmann für Weltmeister Manuel Neuer eingeplant.


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Kallio erobert Pole in Indianapolis, Aegerter Dritter

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Routinier Mika Kallio holt sich in Indianapolis seine zweite Pole-Positon der Saison - "Tito" Rabat fliegt per Highsider ab - Dominique Aegerter Dritter

Das Duell Marc VDS gegen Dominique Aegerter (Suter) wurde im Qualifying für den Grand Prix von Indianapolis zugunsten des Marc-VDS-Duos entschieden. Mika Kallio (Kalex) meldete sich pünktlich zur Stelle und eroberte mit einer Runde in 1:36.883 Minuten die Pole-Position. Der finnische Routinier startet zum zweiten Mal nach Jerez vom besten Startplatz. Kallio hielt seinen Teamkollegen Esteve "Tito" Rabat um 0,173 Sekunden in Schach.

Allerdings stürzte der WM-Führende in den letzten zehn Minuten. Aegerter komplettierte mit einem Rückstand von 0,326 Sekunden als Dritter die erste Startreihe. Bester Deutscher war Sandro Cortese (Kalex) als Achter. Auffällig war, dass die schnellsten Rundenzeiten schon in der Anfangsphase der 45 Minuten gefahren wurden. In der Schlussphase kamen die Fahrer nicht mehr an ihre Topzeiten heran. Somit wurde Kallio, der die schnellste Runde schon in seiner vierten von insgesamt 23 Runden fuhr, nicht von der Spitze verdrängt.

"Es war ein perfekter Tag", jubelt Kallio. "Ich hätte nicht erwartet, dass wir hier die Pole-Position holen könnten, denn es war nie eine gute Strecke für mich. Es sieht aber so aus, dass es in diesem Jahr besser läuft. Unsere Renn-Pace ist nicht so schlecht, wir müssen jetzt einfach die Bedingungen abwarten. Es sieht so aus, dass sich die Strecke mit jedem Tag verbessert, also werden die Rundenzeiten morgen vielleicht noch einmal besser werden. Das hat auch auf das Setup einen Einfluss, also müssen wir morgen vorsichtig sein."

Rabat fliegt per Highsider ab

Nicht optimal lief das Qualifying für Rabat. In der Anfangsphase fing der WM-Führende einen Rutscher ab. Neun Minuten vor Ablauf der Zeit stürzte der Spanier allerdings in Kurve acht per Highsider und kehrte unverletzt an die Marc-VDS-Box zurück. "In dieser Sitzung hatte ich ähnliche Probleme wie in Assen. Die Reifen funktionierten am gesamten Wochenende gut, aber dann im Qualifying nicht mehr", sagt Rabat zerknirscht. "Für morgen werden wir aber sicher eine Lösung finden."

Aegerter hatte in den Freien Trainings mit Bestzeiten geglänzt und wird am Sonntag von Startplatz drei angreifen. "Ich war am ganzen Wochenende sehr konstant", sagt der Sachsenring-Sieger. "Im Qualifying waren sie (Marc VDS; Anm. d. Red.) etwas schneller, ich konnte keinen zusätzlichen Grip finden. Ich bin sehr zufrieden mit dem Motorrad und werde morgen versuchen, einen guten Start hinzulegen. Wir müssen abwarten, was das Wetter machen wird."

Die zweite Reihe wird von Johann Zarco (Caterham-Suter) als Vierter angeführt. Die beiden Kalex-Piloten Simone Corsi und Maverick Vinales rundeten die zweite Reihe ab. Der Japaner Takaaki Nakagami (Kalex) gab mit Startplatz sieben wieder ein Lebenszeichen von sich. Cortese fehlten schlussendlich 0,675 Sekunden auf die Spitze. Somit wurde es Startplatz acht in der dritten Reihe. Der Schweizer Tom Lüthi hat an diesem Wochenende erstmals das überarbeitete Suter-Chassis zur Verfügung und qualifizierte sich als Neunter.

Jonas Folger (Kalex) spielte keine Rolle im Spitzenfeld und landete mit 1,2 Sekunden Rückstand auf Startplatz 19. Randy Krummenacher (Suter) war als 18. einen Tick schneller. Tech-3-Pilot Marcel Schrötter konnte mit Startposition 24 auch kein Highlight zeigen. Robin Mulhauser (Suter) wurde 31. und stürzte in den Schlussminuten. Generell war es ein turbulentes Qualifying mit mehreren Zwischenfällen.

Ricky Cardus (Tech 3) rutschte in Kurve 15 aus. In Kurve zwei kam es zu einem Unfall zwischen Josh Herrin (Caterham-Suter) und Xavier Simeon (Suter). Herrin verlor die Kontrolle über sein Motorrad und räumte den Belgier ab. Lokalmatador Herrin enttäuschte auch bei seinem Heimrennen und kam nicht über Platz 23 hinaus. Am Ende stürzte auch Lorenzo Baldassari von seiner Suter. In diesen Zwischenfall war auch Cortese verwickelt. In der Anfangsphase lag Alex de Angelis (Suter) nach einem Sturz in der Wiese. Der Grand Prix über 25 Runden startet am Sonntag um 18:20 Uhr MESZ.

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Camier: "Gefühl für das Motorrad wird immer besser"

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Rookie Leon Camier hat sich am Samstag in einer sehr guten Form präsentiert und konnte mit einer ähnlichen Leistung am Sonntag sogar in die Punkte fahren

Leon Camier steigert sich in Indianapolis mit jeder Runde. Für das Rennen qualifizierte sich der Rookie auf einem starken 16. Platz und war dabei sogar schneller als sein Aspar-Teamkollege Hiroshi Aoyama, der am Sonntag lediglich von Position 18 starten wird. Nun hofft der Brite, dass er seine gute Form auch im Rennen halten kann.

"Das Gefühl für das Motorrad wird immer besser", freut sich Camier gegenüber 'motogp.com' und ergänzt: "Wir hatten einen guten Plan, bei dem es einfach darum ging, die Maschine einfacher zu fahren zu machen. Ich musste die Bremsen und die Reifen verstehen und die Strecke lernen, solche Sachen eben."

"Als ich immer schneller wurde, haben wir das Motorrad angepasst, und es wird immer besser. Jetzt liegt der härtere Teil vor uns, denn wir müssen noch schneller werden und eine konstante Geschwindigkeit im Rennen finden. Das ist etwas, bei dem ich mir noch nicht ganz klar bin, ob wir dabei stark sein werden. Wir werden es morgen sehen."

Auf die Frage, um welchen Platz er am Sonntag kämpfen möchte, antwortet der Brite mit einem Lachen: "Um den ersten Platz! Nein, ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Im Rennen kann alles passieren. Ich muss meine Starts üben und viele Dinge lernen. Ich will noch keine Zahl nennen, aber wir werden sehen, wie es morgen laufen wird. Wenn ich zum Beispiel in einer Gruppe mit einer Honda sein kann, dann wäre das schon ziemlich gut."

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Tsonga in Toronto im Finale

Jo-Wilfried Tsonga hat bisher vier Turniere gewonnen
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Der französische Tennisprofi Jo-Wilfried Tsonga hat seinen Siegeszug beim ATP-Masters in Toronto fortgesetzt.

Der ehemalige Top-10-Spieler gewann bei dem mit 3,76 Millionen Dollar dotierten Hardcourt-Turnier gegen Wimbledon-Halbfinalist Grigor Dimitrow 6:4, 6:3 und greift nach seinem ersten Titel in dieser Saison. I

Im Finale trifft Tsonga entweder auf Rekord-Grand-Slam-Champion Roger Federer oder den Spanier Feliciano Lopez.

Tsonga hatte im Turnierverlauf bereits Wimbledonsieger Novak Djokovic und den Briten Andy Murray überraschend geschlagen.

Sein letzter Masters-Sieg liegt bereits acht Jahre zurück. Damals hatte Tsonga das Hallenturnier in Paris gewonnen.

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Gal und Masson rutschen ab

Sandra Gal muss ihre Führung abgeben
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Deutschlands beste Golferin Sandra Gal hat beim Meijer Classic in Grand Rapids/Michigan am zweiten Tag ihre Führung verloren.

Die 29-Jährige aus Düsseldorf spielte am Freitag eine 72 auf dem Par-71-Kurs und rutschte mit insgesamt 137 Schlägen im Klassement ab.

Bei Gals Rundenende am späten Freitagabend deutscher Zeit waren noch zahlreiche Golferinnen auf dem Grün, Park In-bee (132) und Lee Mirim (134/beide Südkorea) hatten sich aber bereits vor die Deutsche geschoben.

Nach ihrer Traumrunde zum Auftakt (65) hat Gal dennoch weiter eine Top-10-Platzierung im Blick.

Schlechter als Gal kam Caroline Masson am Freitag zurecht. Nach ihrer 69 zum Auftakt kam die Gladbeckerin mit einer 74 ins Klubhaus.


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Tech 3: Smith und Pol Espargaro überwiegend zufrieden

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Bradley Smith und Pol Espargaro sind mit dem ersten Trainingstag in Indianapolis zufrieden, sehen allerdings in manchen Bereichen noch Steigerungspotenzial

Im ersten Freien Training in Indianapolis überzeugten Bradley Smith und Pol Espargaro noch mit den Rängen zwei und vier, am Nachmittag waren für die beiden Tech-3-Piloten dann allerdings nur noch die Ränge zehn und elf drin. Trotzdem sind die beiden mit ihrer Pace insgesamt zufrieden und blicken dabei vor allem auf den Rückstand auf die anderen Yamaha-Fahrer.

"Es war eine großartige Rückkehr aus der Sommerpause mit so einer tollen Pace heute Vormittag", freut sich Smith und ergänzt: "Es war genau das, was wir gebraucht haben. Wir trafen die richtige Entscheidung und begannen auf dem weichen Reifen und wechselten am Ende der ersten Sitzung auf den harten. Auf dem harten Reifen war mein Gefühl gut, also begann ich einen Longrun, den ich am Nachmittag fortsetzte."

"Danach wechselte wechselte ich gegen Ende des zweiten Trainings wieder auf den weichen Reifen, aber dann gab es viel mehr Grip, als ich erwartet hatte. Daher konnte ich den Vorteil des neuen Reifens nicht optimal ausnutzen. Trotzdem habe ich im Hinblick auf die Reifenwahl für das Rennen noch keine Entscheidung getroffen, denn das Griplevel wird sich sicher noch einmal ändern."

"Ich liege nur 0,2 Sekunden hinter der schnellsten Yamaha und bin sehr nah an der ersten Reihe dran", hält der Brite fest. Am Ende fehlten ihm am Nachmittag 0,197 Sekunden auf Jorge Lorenzo, der Dritter wurde. Teamkollege Espargaro ist ebenfalls "mit der Performance heute zufrieden, auch wenn meine Platzierung schlechter war, als ich es mir erhofft hatte. Ich lag nur 0,3 Sekunden hinter der ersten Reihe und Jorge, der schnellster Yamaha-Pilot war."

"Ich habe den harten Reifen am Vormittag ausprobiert und es war sehr positiv. Später fuhr ich auch noch den weichen. Ich bin mir noch nicht sicher, welche Mischung ich verwenden werde, aber wir müssen hinten noch etwas am Motorrad arbeiten, denn ich rutsche am Kurveneingang ziemlich. Außerdem muss ich meinen Fahrstil definitiv besser anpassen."

Das neue Streckenlayout und den neuen Asphalt sehen die beiden Tech-3-Piloten ebenfalls positiv. Lediglich ein negativer Aspekt ist Smith aufgefallen: "Der einzige Nachteil ist, dass es jetzt weniger Überholmöglichkeiten gibt, da der Kurs viel schneller ist."

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Bradl hat die Traktionskontrolle im Fokus

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Der Deutsche Stefan Bradl will in Indianapolis an technischen Details feilen und das Gesamtpaket seiner LCR-Honda verbessern - Neues Layout passt gut zu Motorrädern

Stefan Bradl beendete das zweite Freie Training in Indianapolis auf dem sechsten Platz. Zum ersten Mal traf der Deutsche in den USA wieder auf seine LCR-Honda-Crew, die er mit Saisonende verlassen wird. Nach dem Vormittagstraining war der 24-Jährige nur auf der 14. Position zu finden. "Das lag an der Reifenstrategie", lautet seine Begründung. Alle Honda-Piloten fuhren nur mit einem Hinterreifen auf die Strecke und sparten zwei harte Reifen für das Nachmittagstraining.

Deshalb machten alle Honda-Fahrer am Nachmittag einen Sprung nach vorne. "Wir verbesserten unser Paket und ich fuhr mit mehr Selbstvertrauen", lautet Bradls positives Fazit. "Trotzdem müssen wir noch an der Traktionskontrolle arbeiten, denn der Asphalt ist ganz anders. Ich hatte auch einige heftige Rutscher. Wir müssen an der Haltbarkeit der Reifen arbeiten, und dass ich besser mit dem Hinterrad lenken kann. Jedes Detail wird wichtig sein."

Auch das etwas veränderte Layout erntet von Bradl Lob: "Es ist schön. Ich genieße es etwas mehr hier zu fahren als noch im Vorjahr, denn die Strecke ist flüssiger. Mir gefällt es gut. Der Asphalt sieht auch nicht schlecht aus. Hier wurde gut gearbeitet. Es passt besser zu Motorrädern."

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"Klose hat einen klaren Plan"

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DFB-Coach Mark Verstegen spricht bei SPORT1 über Fitness im Weltmeisterteam und sein Konzept für das brasilianische Klima.

Von Denis de Haas

München - An seinem ersten Arbeitstag sah Mark Verstegen in viele skeptische Gesichter. Es war im Jahr 2004, als der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann seinen Fitnesscoach der Öffentlichkeit präsentierte.

Der US-Amerikaner sorgte für neue Trainingsmethoden im DFB-Team und spätestens nach dem dritten Platz bei der Heim-Weltmeisterschaft 2006 war Verstegen akzeptiert.

Nun legte er mit seinen Kollegen Yann-Benjamin Kugel, Darcy Norman und Shad Forsythe den Grundstein für den ganz großen Coup.

Die Athletiktrainer machten Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Co. fit für Brasilien. Am Ende konnten sie auch den WM-Pokal hochheben.

Wie Profis und Amateure ihre Fitness verbessern, verrät Verstegen in seinem Buch "Every day is game day", das im Riva Verlag erschienen ist, erklärt der 45-Jährige Trainingskonzepte.

SPORT1 traf Verstegen bei der Buchvorstellung in München und sprach mit ihm über Fitness im Weltmeisterteam, sein Konzept für das brasilianische Klima und Zukunftspläne.

SPORT1: Sie stellen haben vor kurzem ein neues Buch präsentiert. Um was geht es darin?

Marc Verstegen: Das Grundprinzip lautet: Jeder Tag ist ein Wettkampf. Man muss sich jeden Tag seine persönlichen Ziele stecken. Wenn man diese erreicht führt das erst mal zur Zufriedenheit. Dann kann man sich neue Ziele setzen. Dieses Motto gilt übrigens für Profis genauso wie für Amateure.

SPORT1: Sie haben die deutsche Nationalmannschaft mit ihrem Team fit für die WM gemacht. Verraten Sie uns mal: Wer ist der fitteste Spieler im Kader?

Verstegen: Auf jeder Position haben sie in diesem Punkt Ausnahmeleute. Das fängt an bei Manuel Neuer, der als Torwart unglaubliche Werte hat und der sich zudem ständig verbessern will. Und auf der anderen Seite des Platzes haben wir Miroslav Klose, der ebenfalls noch fit ist.

SPORT1: Hat es Sie überrascht, dass er mit 36 Jahren noch so Leistungen vollbringen kann?

Verstegen: Nein, er hatte einen klaren Plan und wollte sein Ziel erreichen. Deswegen hat er bei jeder Fitnesseinheit hundert Prozent gegeben. Am Ende hat es sich für ihn auch ausgezahlt.

SPORT1: Vor dem Turnier gab es viel Aufregung um das Klima. Wie haben Sie die Mannschaft auf die Bedingungen vor Ort eingestellt?

Verstegen: Wir haben uns in zwei Stufen auf dieses Turnier vorbereitet. Die Grundlagen wurden im Trainingslager in Südtirol gelegt. Zudem war es für uns wichtig, frühzeitig nach Brasilien zu fliegen. So konnten wir uns akklimatisieren. Und an den Wettkampftagen hatten wir eine besondere Strategie.

SPORT1: Was haben Sie gemacht?

Verstegen: Unmittelbar vor den Partien war es immer wichtig, dass sich die Spieler abkühlen. Das mussten sie auch in der Halbzeit und nach dem Spiel immer machen. Dadurch erholt sich der Körper schneller. Das Konzept hat auch funktioniert.

SPORT1: Andere europäische Mannschaften hatten offenbar große Konditionsprobleme. Die Italiener und Spanier sind zeitweise eingebrochen. Wie konnte das passieren?

Verstegen: Ich kann nicht beurteilen, wie sich die anderen Mannschaften vorbereitet haben. Aber es kann vorkommen, dass so etwas passiert.

Alle Weltmeister

1930

Uruguay (4:2 gegen Argentinien)

1934

Italien (2:1 n.V. gegen die Tschechoslowakei)

1938

Italien (4:2 gegen Ungarn)

1950

Uruguay (2:1 gegen Brasilien)

1954

Deutschland (3:2 gegen Ungarn)

1958

Brasilien (5:2 gegen Schweden)

1962

Brasilien (3:1 gegen die Tschechoslowakei)

1966

England (4:2 n.V. gegen Deutschland)

1970

Brasilien (4:1 gegen Italien)

1974

Deutschland (2:1 gegen die Niederlande)

1978

Argentinien (3:1 n.V. gegen die Niederlande)

1982

Italien (3:1 gegen Deutschland)

1986

Argentinien (3:2 gegen Deutschland)

1990

Deutschland (1:0 gegen Argentinien)

1994

Brasilien (0:0 n.V., 3:2 i.E. gegen Italien)

1998

Frankreich (3:0 gegen Brasilien)

2002

Brasilien (2:0 gegen Deutschland)

2006

Italien (1:1 n.V., 5:3 i.E. gegen Frankreich)

2010

Spanien (1:0 n.V. gegen die Niederlande)

SPORT1: Als der damalige Teamchef Jürgen Klinsmann Sie vor zehn Jahren ins Team holte, haben viele Leute ihre Methoden belächelt. Hat Sie das damals geärgert?

Verstegen: Nein, wir haben so etwas erwartet. Ich kann mich noch an die erste Pressekonferenz erinnern. Da waren viele Medienvertreter sehr skeptisch. Aber das ist bei neuen Sachen meistens so. Als sie dann die Leistungen bei der WM 2006 gesehen haben, haben sich alle wieder beruhigt. Die Spieler haben bei diesem Turnier zumeist bessere Laufleistungen erzielt. Da wurde jedem klar, dass die Methoden doch was bringen.

SPORT1: Was haben Sie noch für Ziele mit dem DFB gesteckt?

Verstegen: In den vergangenen zehn Jahren gab es großartige Erfolge. Deutschland ist die Nummer eins der Welt. Aber der DFB gibt immer als Ziel vor, sich weiter zu verbessern. Und wir werden demnächst mit Sportdirektor Hansi Flick und Manager Oliver Bierhoff in Phoenix unsere Strategie für die Zukunft festlegen.

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DFB-Fitnesscoach schwärmt von Klose

Marc Verstegen arbeitet seit 2004 für den DFB
(Copyright: getty)

DFB-Fitnesscoach Marc Verstegen hat die Physis in der Weltmeistermannschaft ausdrücklich gelobt.

"Auf jeder Position haben sie in diesem Punkt Ausnahmeleute. Das fängt an bei Manuel Neuer, der als Torwart unglaubliche Werte hat und der sich zudem ständig verbessern will. Und auf der anderen Seite des Platzes haben wir Miroslav Klose, der ebenfalls noch fit ist", sagte der US-Amerikaner im Exklusiv-Interview mit SPORT1.

Besonders der WM-Torjäger hat ihn beeindruckt. "Klose hatte einen klaren Plan und wollte sein Ziel erreichen. Deswegen hat er bei jeder Fitnesseinheit hundert Prozent gegeben. Am Ende hat es sich für ihn auch ausgezahlt", sagte Verstegen, der in München sein Buch "Ever day ist game day" vorgestellt hat.


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